Venusberg und Ippendorf: Es fehlt ein Verkehrskonzept

Veröffentlicht am 11.01.2014 in Verkehr

Der Ausbau der Universitätskliniken geht weiter. Am 18.01.14 um 15 Uhr werden im Pfarrheim Heilig-Geist die Pläne für das Eltern-Kind Zentrum auf dem Gelände des Universitätsklinikums der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bürgerinnen und Bürger aus Ippendorf / Venusberg beschleicht allerdings die Befürchtung, dass der Verkehr durch ihre Wohngebiete nun noch mehr zunimmt. „Die Beschwerden über Verkehrsprobleme haben rasant zugenommen“, berichtet Gabriele Klingmüller, SPD-Stadtverordnete für Ippendorf und den Venusberg. „Themen sind immer wieder das wachsende Verkehrsaufkommen durch PKW und Busse, verbunden mit Staus in der Rushhour, überhöhte Geschwindigkeiten sowie das Zuparken der Wohnstraßen durch Einpendler.“

Die Kommunalpolitikerin begrüßt den Ausbau des Universitätsklinikums ausdrücklich und kann gut nachvollziehen, dass die Konzentration aller Abteilungen an einem Standort sinnvoll ist. Allerdings müssen die verkehrlichen Auswirkungen dieses Ausbaus ihrer Ansicht nach viel stärker in den Blick genommen werden.

„Die Universitätskliniken befinden sich in exponierter Berglage und sind nur über zwei Zufahrtsstraßen zu erreichen. Auf diese konzentrieren sich sämtliche Verkehrsbewegungen von und zu den Kliniken, die stark zu genommen haben. Entsprechend gestiegen ist die Belastung der angrenzenden Wohnviertel.“, schildert Herbert Spoelgen, Sprecher der SPD Fraktion in der BV Bonn, die Situation.

Klingmüller ergänzt: „Es fehlt ein Verkehrskonzept für die „Bergdörfer“, in dem die Verkehrsflüsse genau analysiert, sinnvoll gesteuert und möglichst auch reduziert werden. Geeignete Maßnahmen sollten alle Verkehre umfassen.
Geprüft werden sollte z.B. eine Ausweitung des Anwohnerparkens, Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Zufahrtsstraßen im Wohngebiet, der beschleunigte Bau der Minikreisel Ippendorf und Marienhospital, der weitere Ausbau des ÖPNV, besonders auch eine schnelle Verbindung in Richtung Duisdorf/Bahnhof (Voreifelstrecke) in Zeiten des Berufsverkehrs, verstärkte Anreize auf Bus oder Rad umzusteigen, Einbahnstraßenregelungen. Auch ungewöhnliche Lösungen, wie die bereits in Prüfung befindliche Seilbahn ins Tal, shuttle-Dienste oder die kostenlose Fahrradmitnahme in den Bussen sollten kein Tabu sein. Patentlösungen wird es ohnehin nicht geben, aber ein Mix von Maßnahmen könnte die Lage sicher entspannen.

Es wäre sehr sinnvoll, wenn Verkehrsplaner und Klinikverwaltung bei der Erarbeitung und Realisierung eines solchen Verkehrskonzepts für Ippendorf/Venusberg eng zusammenarbeiten und auch Bürgerinnen und Bürger mit einbeziehen.“

 

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