02.02.2016 in Umwelt

Bäume fällen oder Waldweg sperren

 

Bericht Generalanzeiger Bonn

26.01.2016 VENUSBERG. Fünf Bäume am Rande des Kopfbuchenstegs im Kottenforst sind krank und könnten umkippen oder Äste verlieren. Stadtförster Korintenberg will sie deshalb fällen lassen oder den sogenannten Kopfbuchenweg sperren lassen.

Der Stamm der einen Kopfbuche ist ausgehöhlt, am anderen nagt der Lackporling, ein Pilz, der Holz zersetzt. „Die Zerstörungsphase hält niemand auf“, sagte Stadtförster Sebastian Korintenberg. Es sind zwei der fünf akut gefährdeten Bäume am Rand des Weges, der gleich hinter dem neuen Kopfbuchensteg durch den Wald führt. Sie könnten umkippen oder Äste verlieren, Menschen könnten zu Schaden kommen. Es bleiben zwei Optionen: Entweder die Bäume müssen weg oder der Weg.

Dass das Amt für Stadtgrün zu dieser Thematik eine Ortsbegehung ansetzte, hängt mit der Beliebtheit der Kopfbuchen zusammen – bei anderen Bäumen würde die Stadtförsterei laut Korintenberg eigentlich anstandslos die Fällung vornehmen. Bei dem Termin am Montagnachmittag waren Bürger anwesend, aber auch Stadtverordnete der Bonner Bezirksvertretung: Sie wollten sich vor Ort ein Bild davon machen, über was sie demnächst zu entscheiden haben. Denn: „Wenn der Weg nicht existent wäre, müssten die Bäume nicht gefällt werden“, so Korintenberg. Wenn Spaziergängern auf diesem Weg etwas passiert, das mit den alten Bäumen zu tun hat, haftet die Stadt. Abseits des Weges, erklärte er, bewege man sich auf eigene Gefahr – wenn also der Weg gesperrt und zurückgebaut wird, ist die Stadt nicht mehr verantwortlich für Unfälle. Der städtische Baumkontrolleur wolle jedenfalls nicht mehr lange die Verantwortung übernehmen.

Es ging also um die einfache Frage: Weg oder Baum? Ein Dilemma: Die Bürger wollen einerseits die Bäume erhalten, die sie seit Jahrzehnten kennen, andererseits aber auch den Naherholungsfaktor, den der Weg ihnen bietet. Ein Teilnehmer hatte sich vorbereitet und die Kopfbuchen im Wald gezählt: Er kam auf 488, von denen fünf gefällt werden müssten. „Das ist nur ein kleiner Teil des Bestandes“, meinte er. Man solle sich fragen, ob es verhältnismäßig sei, dafür einen ganzen Weg zurückzubauen. Dieser sei auch aus waldpädagogischer Sicht wichtig, meinte ein anderer Bürger. Allerdings hatte die Stadt genau aus diesem Grund den Kopfbuchensteg für 80000 Euro anlegen lassen.

Das Gegenargument kam von Monika Hartl von der Biostation Bonn: „In einem Jahr reden wir über die nächsten Bäume.“ Es sei auch nicht gesagt, dass die jetzt gefährdeten Bäume auch wirklich in diesem Jahr umkippen werden.

Korintenberg stimmte zu: Es könne genauso gut sein, dass die Bäume noch 15 Jahre stehen bleiben. Hartl sprach sich für den Rückbau des Weges aus. Es sei ja nicht verboten, den Wald an dieser Stelle weiterhin zu betreten und die Bäume zu besichtigen – nur eben auf eigene Gefahr.

Über das Thema wurde teils hitzig diskutiert, Moderator Michael Lobeck musste die Beteiligten mehrmals scharf zur Ordnung mahnen. Die Tendenz bei den Bürgern war, den Weg zu erhalten, nicht die Bäume. Man spreche ja nicht über Heiligtümer, meinte einer. Er befürchtete, dass der Rückbau dieses Pfades dazu führen werde, dass auch andere gesperrt werden und das Wegenetz ausgedünnt werde. Die Entscheidung liegt letztlich bei den Stadtverordneten. (Stefan Knopp)

14.03.2014 in Umwelt

„Kommunaler Klimaschutzfonds“: Keine Bürgergeldanlagen für den Klimaschutz in Bonn

 

Für die Auflage eines Kommunalen Klimaschutzfonds mangele es in Bonn zwar nicht an Geld, allerdings an durchführbaren Projekten zur lokalen Energiewende. Es fehlten verfügbare Dachflächen oder Standorte für Photovoltaik-, Windenergie- und Biomasseanlagen. So begründet die Verwaltung den Umstand, dass Gespräche mit der Sparkasse KölnBonn und den Stadtwerken zu diesem Thema erfolglos verliefen.

Diese Erklärung überzeugt Gabriele Klingmüller, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn, nicht wirklich. Eine attraktive Rentabilität solcher Geldanlagen sei heute tatsächlich schwerer zu erreichen als noch vor wenigen Jahren. Verantwortlich dafür sei u.a. die zu erwartende deutlichen Senkung der Förderung durch das Erneuerbare Energieeinspeise-Gesetz (EEG). „Mit dem Gewinn aus dem verringerten Bezug teurer Energie bleibt jedoch ein ökonomischer Anreiz für Investitionen in Erneuerbare Energien oder Energieeinsparung – vom ökologischen Wert einer Geldanlage in den Klimaschutz ganz zu schweigen.“

Auch an Klimaschutzprojekten selbst sollte es nicht mangeln. Das kürzlich fertig gestellte Integrierte Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungskonzept liefert zahlreiche Vorschläge. „Vielleicht sollte man auch kleinere Maßnahmen in Betracht ziehen. Warum sollten sie sich nicht für finanzielle Bürgerbeteiligung eignen“, fragt Klingmüller.

Die Idee zur Auflage Kommunaler Klimaschutzfonds hatte die SPD-Fraktion 2011 in den Hauptausschuss getragen, wo die Verwaltung dann beauftragt wurde, in Zusammenarbeit mit der Sparkasse KölnBonn die Einrichtung eines Klimaschutzfonds zu prüfen. Klimaschutzfonds erfreuten sich damals in vielen Kommunen großer Beliebtheit und waren in der Regel nach wenigen Tagen vollständig ausgeschöpft.

„Wünschenswerte Klimaschutzprojekte, z.B. zur Erzeugung regenerativer Energien oder zur Energieeffizienzsteigerung, können oft nicht reali­siert werden, weil den Kommunen die notwendigen Investitionsmittel fehlen. Andererseits sind viele Bürgerinnen und Bürger – gerade auch in Bonn – finanziell in der Lage und bereit, Sparsummen in nachhaltige regionale Klimaschutzprojekte zu investieren, wenn damit Renditen verbunden sind“, begründet Klingmüller ihre Initiative. „Auch Bürgerinnen und Bürger, die keine hohen Beträge beiseitelegen können, erhalten über den Klimaschutzfonds die Möglich­keit zu einer attraktiven und sinnvollen Geldanlage.“

Ansprechpartnerin:

Gabriele Klingmüller, Stadtverordnete für Ippendorf und den Venusberg, umweltpolitische Sprecherin und Sprecherin der SPD-Fraktion im Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Lokale Agenda, Telefon: 0228/283720, E-Mail: gabi.klingmueller@gmx.de

 

04.03.2013 in Umwelt

Städtische Förderung für Schallschutzfenster kommt – SPD: Förderprogramm intensiv bewerben

 

100.000 Euro sollen in den städtischen Fördertopf für den Einbau von Schallschutzfenstern in Wohn- und Schlafzimmern an lauten städtischen Straßen fließen. Das haben Umwelt- und Hauptausschuss diese Woche einhellig beschlossen.

„Leider können mit dieser Summe nicht allzu viele Wohneinheiten ‚beruhigt‘ werden“, bedauert Gabriele Klingmüller, stellv. umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn. „Umso wichtiger sind uns die Kriterien, nach denen die knappen Mittel vergeben werden. Wir hätten uns gewünscht, dass soziale Aspekte in die Auswahl einfließen und Wohnungen von weniger zahlungskräftigen Mieterinnen und Mietern bzw. Besitzerinnen und Besitzern vorrangig gefördert werden.“ Leider ist nach Aussage der Verwaltung ein solches Vorgehen nicht praktikabel. Man komme nicht umhin, die Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeiten.

„Dann sollte dies vor dem Start des Förderprogramms intensiv bekannt gemacht und potenzielle Antragstellerinnen und -steller im Sinne einer zügigen Abwicklung beraten werden“, fordert Dr. Stephan Eickschen, Mitglied im Umweltausschuss.

08.03.2012 in Umwelt

Schaffe, schaffe, Häusle saniere

 

SPD fragt nach energetischer Sanierung städtischer Gebäude

(Bonn, den 08.03.2012) „Die energetische Sanierung von Altbaubestand kann massiv Energie einsparen. Sie ist deshalb wesentlich auf dem Weg zu weniger CO2-Emissionen und zur Erreichung der Ziele, die wir mit dem Masterplan Energiewende und Klimaschutz beschlossen haben“, erklärt Gabriele Klingmüller, stellv. umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn. Man darf nicht vergessen: Die Stadt Bonn hat sich dazu verpflichtet, als mittelfristiges Ziel bis 2020 eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 40% (im Vergleich zu 1990) anzustreben.

Die SPD-Fraktion möchte nun von der Verwaltung wissen: Wie ist der Stand der Dinge? Also, wie viele städtische Gebäude wurden bereits energetisch saniert und welchen Energiestandard haben sie jetzt? Wurden bisher über die Konjunkturpakete I und II hinaus Förderprogramme in Anspruch genommen oder ist das geplant?

„Wärmedämm- und energetische Modernisierungsmaßnahmen an allen städtischen Gebäuden stehen explizit im Masterplan. Energetische Sanierung erfordert aber hohe Investitionen, die sich erst nach einigen Jahren amortisieren“, erklärt Gieslint Grenz, Mitglied im Betriebssausschuss SGB. Daher hat die KfW zur Unterstützung der finanzschwachen Kommunen bei der energetischen Sanierung ihrer eigenen Gebäude spezielle Förderprogramme, z.B. das Programm 218 „Energieeffizient sanieren - Kommunen“, aufgelegt.

Ansprechpartnerinnen:

Gieslint Grenz, Mitglied im Betriebsausschuss SGB, Telefon: 0228/341991, E-Mail: Grenz-Bonn@t-online.de

Gabriele Klingmüller, stellv. umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn, Telefon: 0228/283720, E-Mail: gabi.klingmueller@gmx.de

25.01.2012 in Umwelt

Hochwasserschutz Graurheindorf: SPD für Bachverlegung – BV Bonn beschließt Variante 3

 

Hochwasserschutz Graurheindorf: SPD für Bachverlegung – BV Bonn beschließt Variante 3

(Bonn, den 25.01.2012) „Schutzmaßnahmen entlang des Rheins, ein unterirdisches Hochwasserpumpwerk und eine Bachverlegung zwischen der Rheindorfer Burg und der Mondorfer Fähre - Variante 3 für den Hochwasserschutz in Graurheindorf überzeugt uns sowohl ökologisch, als auch ökonomisch. Es wird dafür hohe Landeszuschüsse geben. Darüber hinaus bietet Variante 3 den größten Hochwasserschutz“, erklärt Gabriele Klingmüller, stellvertretende umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn. „Schön, dass die BV Bonn sich nun mit großer Mehrheit für diese Variante ausgesprochen hat.“

Die anderen Varianten erfordern den Bau einer gigantischen Mauer von 6,50 m Höhe quer durch das Bachbett und ein besonders aufwendiges Pumpwerk, das viel Energie verbraucht. „Durch die Umlenkung des Baches entsteht eine naturnahe Bachmündungslandschaft mit hohem Naherholungspotenzial und - das finden wir besonders sinnvoll - viel Retentionsraum, also Stauraum für Hochwasser“, so Klingmüller.

Bis 1998 habe sich die SPD stets für die sparsamste Variante, also gegen eine Bachverlegung, ausgesprochen, berichtet Herbert Spoelgen, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Bonn. „Das haben wir auch so z.B. gegenüber dem Bund der Steuerzahler zum Ausdruck gebracht. Die jetzige Vorlage der Verwaltung erscheint uns nun sehr plausibel. Vor allem birgt sie eine Aufwertung der nördlichen Rheinaue. Wie die Verwaltung wünschen wir uns eine Bürgerversammlung, aber erst wenn die Pläne vorliegen. Dazu brauchen wir jetzt möglichst rasch einen Beschluss“, so Spoelgen. „Die BV Bonn hat entschieden. Nun ist der Umweltausschuss gefragt.“

AnsprechpartnerInnen:

Gabriele Klingmüller, stellv. umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn, Telefon: 0228/283720, E-Mail: gabi.klingmueller@gmx.de

Herbert Spoelgen, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Bonn, Telefon: 0228/232816, E-Mail: kanzlei@raspoelgen.de

BÜRGER SPRECHSTUNDE

jeden 3. Mittwoch im Monat

 

15.7.,    17:00 - 18:00 Uhr

19.8.,    17:00 - 18:00 Uhr

16.9.,    17:00 - 18:00 Uhr

 

im Vereinshaus Ippendorf

Bonn-Ippendorf

Röttgener Str. 73

 (hinter EDEKA) 

Termine als Bürgermeisterin

Aufgrund der Corona-Hygiene-Vorschriften gibt es aktuell sonst keine Termine und Gratulationsbesuche.

5.6.2020

Verleihung der August-Macke-Medaille 2020 an Werner Haypeter

Bonn

5.3.2020

Gratulation Diamantene Hochzeit, Hardtberg

Eröffnung Ausstellung "Mit Stich und Faden" , Museum August Macke Haus

2.3.2020

Gratulation 100.Geburtstag, Bonn

28.2.2020

Preisverleihung 9.Jugend forscht - Regionalwettbewerb, Uni Bonn

18.2.2020

Abschlusskonzert 57.Regionalwettbewerb "Jugend musiziert", Kammermusiksaal Bonn

12.2.2020

Gratulation Diamantene Hochzeit, Bonn

10.2.2020

Berufsfest der russischen Diplomaten, Generalkonsulat Bad Godesberg

2.2.2020

Gratulation 100.Geburtstag, Bonn

Eröffnung Ausstellung "Beethoven und die Frauen" Frauenmuseum Bonn

31.1.2020

Besuch einer Delegation aus der Mongolei, Altes Rathaus

30.1.2020

Eröffnung "Unser Schüler wird 250", Beethovengymnasium, Bonn

29.1.2020

LUDWIG AHOI! 10 Jahre Netzwerk Ludwig van B. e.V., Bonn

27.1.2020

Gratulation 100.Geburtstag, Bonn

13.1.2020

Gratulation 102. Geburtstag, Bonn

12.1.2020

Eröffnung "Mit Beethoven unter einem D-A-CH", Bonn

8.1.2020

Gratulation Diamantene Hochzeit, Bonn

SPD Wahlprogramm 2014 für Bonn

Die Bonner SPD setzt sich für dafür ein, dass Verwaltung und Politik endlich wieder miteinander statt gegeneinander arbeiten. Dies ist nötig, damit die großen Bonner Themen wie die Fertigstellung des WCCB, die Umgestaltung des Viktoria-Karrees und der dringend nötige Umbau des Bahnhofsvorplatzes endlich umgesetzt werden. Sparanstrengungen im städtischen Haushalt sind notwendig. Mit der Bonner SPD wird es keine Einsparungen bei Bildung und Soziales geben. Was die SPD im Einzelnen fordert können Sie hier lesen:

https://deref-gmx.net/mail/client/aGXNzwROC2E/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.spd-bonn.de%2Fdl%2FSPD_Wahlprogramm_2014.pdf