OGS-Ausbau: Bauliche Maßnahmen dringend notwendig

Veröffentlicht am 25.09.2012 in Schule und Bildung

Um die Finanzierung der OGS-Plätze über den Zeitraum von zwei Jahren (Doppelhaushalt) gewährleisten zu können, ist es wichtig, frühzeitig den genauen Bedarf zu ermitteln. Wir haben eine Große Anfrage an die Verwaltung gestellt, um erfahren, wie viele Kinder der Klassenstufen 3 und 4 in diesem Schuljahr die OGS besuchen und wie viele zusätzliche Plätze für die kommenden zwei Schuljahre voraussichtlich geschaffen werden müssen. Bedauerlicherweise kann die Verwaltung präzise Daten erst nach Auswertung der Schulstatistik zum 31. Oktober 2012 liefern. Das ist schade und keine gute Ausgangsbasis für die Beratungen des Haushalts 2013/14. Denn es ist klar: Die Nachfrage nach weiteren OGS-Plätzen ist ungebrochen. An vielen Schulen gibt es Wartelisten.
Für Überraschung und Betroffenheit sorgte die Aussage der Verwaltung, dass ein weiterer OGS-Ausbau allein durch Finanzzuweisungen nicht mehr möglich ist. Die Grundschulen seien räumlich restlos ausgelastet und eine qualitativ hochwertige OGS-Betreuung ohne bauliche Erweiterungen nicht mehr möglich. Bereits jetzt gebe es gravierende räumliche Engpässe bei Küchen und Essensräumen. Rückzugsräume - bei wachsenden Kinderzahlen unbedingt notwendig - fehlen ebenfalls. Auch die wachsende Zahl der Kinder mit besonderem Förderbedarf, die im Rahmen des Inklusionsprozesses in der OGS betreut werden, erfordert ein verändertes Raumprogramm.
Wenn wir den OGS-Ausbau nicht durch die Finanzierung baulicher Maßnahmen unterstützen, wird er bei maximal 7000 Plätzen zum Erliegen kommen – zu wenig für die Deckung der Nachfrage, die deutlich höher liegt.
Wir werden uns auch weiterhin für den OGS-Ausbau einsetzen. Investitionen in Kinder und Familie sind Zukunftsinvestitionen; v.a. für Bonn als wachsende Stadt.
Zur ausführlichen Stellungnahme der Verwaltung: 1212296ST2

 

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