ÖPNV-Seilbahn kann innerstädtischen Verkehr entlasten

Veröffentlicht am 30.05.2017 in Verkehr
17. Mai 2017

Innerhalb einer Viertelstunde von Beuel auf den Venusberg zur Arbeit schweben? In Bonn sieht so vielleicht die Zukunft aus. Am Dienstag stellte die Verwaltung die Machbarkeitsstudie für eine Seilbahn auf der Strecke Venusberg – UN-Campus – Beuel vor. Das Experten-Team, das die Studie erstellt hat, sieht die Seilbahn als technisch machbar und verkehrsentlastend an. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn steht dem Vorhaben positiv gegenüber und wird sich intensiv mit der Studie auseinandersetzen, um auf Basis der Vor- und Nachteile der geprüften Varianten auszuloten, welche Variante sie für geeignet hält.

„Der Straßenverkehr in Bonn, ob auf den Venusberg hinauf, über eine der drei Rheinbrücken oder entlang der B9 sprengt heute schon alle Grenzen und er wird in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen“, so Dr. Helmut Redeker, planungspolitischer Sprecher der Fraktion. „Daher sind wir immer auf der Suche nach alternativen Möglichkeiten, um die innerstädtischen Verkehrsströme zu entlasten. Die Seilbahn stellt hier eine interessante Variante dar, wenn sie optimal in das bestehende ÖPNV-Netz eingebunden ist. Vom Venusberg aus sollte sie zudem den Rhein überqueren und so beide Rheinseiten verbinden. Unter dem finanziellen Aspekt ist zudem die Maximalförderung des Landes in Höhe von 90 Prozent der Kosten notwendig.“ Diese Förderung setzt voraus, dass die Seilbahn tatsächlich in den ÖPNV eingebunden ist. Daher fragt sich Gabi Mayer, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion und Mitglied im Aufsichtsrat Bus & Bahn der Stadtwerke Bonn, wie beispielsweise die Mitnahme von Fahrrädern und Rollstühlen gesichert werden kann. „Hierzu brauchen wir auf jeden Fall weitere Erläuterungen, um das einordnen zu können.“

Gabriele Klingmüller, Stadtverordnete für den Venusberg und Ippendorf sowie Vorsitzende des Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Lokale Agenda, weist auf die notwendige Einbindung aller interessierter Bürgerinnen und Bürger hin: „In den Diskussionen in den nächsten Wochen und Monaten ist es für uns wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger, die sich beteiligen möchten, gehört werden. Der für den 22. Juni von der Verwaltung geplante Bürgerdialog ist ein guter nächster Schritt, darf aber natürlich nicht der Letzte sein.“ Es gebe viele gute Gründe für die Seilbahn. „Wenn die Verwaltung in den Debatten, die zum Teil schon begonnen haben, Transparenz zeigt und alle Vor- und Nachteile offen aufzeigt, sind wir sicher, dass die überwiegende Zahl der Bonnerinnen und Bonner den Bau der Seilbahn vom Venusberg nach Beuel unterstützt.“

 

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Die Bonner SPD setzt sich für dafür ein, dass Verwaltung und Politik endlich wieder miteinander statt gegeneinander arbeiten. Dies ist nötig, damit die großen Bonner Themen wie die Fertigstellung des WCCB, die Umgestaltung des Viktoria-Karrees und der dringend nötige Umbau des Bahnhofsvorplatzes endlich umgesetzt werden. Sparanstrengungen im städtischen Haushalt sind notwendig. Mit der Bonner SPD wird es keine Einsparungen bei Bildung und Soziales geben. Was die SPD im Einzelnen fordert können Sie hier lesen:

https://deref-gmx.net/mail/client/aGXNzwROC2E/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.spd-bonn.de%2Fdl%2FSPD_Wahlprogramm_2014.pdf